Literarischer Lohn

Geschafft. Hat sich heute Vormittag alles aufgelöst, wie von selbst – oder waren die Probleme bloß da, weil ich zu kompliziert gedacht habe? Weil ich Dinge erzählen wollte, die gar nicht zu erzählen waren? Mein Gefühl jetzt: Der Lohn der literarischen Arbeit, diese Leichtigkeit. Vielleicht schreibe ich wegen dieser Leichtigkeit, die mich trägt, wenn ich aufgetaucht bin. Und alles frisch und klar ist.

Die Affirmation zum heutigen Schreibtag

Ich lasse mich voll und ganz auf die Beziehung von Timon und Sophie ein. (=Meine Personen im Roman). Alles, was ich brauche, trage ich schon in mir (seien es recherchierte Fakten oder Emotionen). Ich spüre, dass ich bei den beiden bin. Ich gebe den beiden Gelegenheit, sich mir zu öffnen, genauso, wie ich mich den beiden öffne.

Mindmaps beim Romanschreiben

Mindmap mit freemind
Mindmap mit freemind

Um die Personen und die Handlung zu ordnen, arbeite ich mit Mindmaps. Und so verbringe ich manchmal einen ganzen Schreibtag vor solchen Bildern und schiebe herum und denke und schaue und denke und … habe erst mal lernen müssen, auch diese Tätigkeit als produktive Arbeit zu akzeptieren. Obwohl sie keine konkreten Worte abwirft.

Romanpersonen begegnen mir

S. ist 19 Jahre alt. Sie hatte als zehnjährige eine Herztransplantation. Sie hilft mir bei der Recherche für Angelika in meinen Roman (Angelika ist ein 13jähriges Mädchen, die ihre Herztransplantation ablehnt). S. lässt mich an ihren Gedanken und Erfahrungen rund um das Thema Herz-TP teilhaben.

Mir scheint, Romanpersonen treten zu mir, mit Hilfe realer Menschen, um mir etwas über sich mitzuteilen.

Danke, S.!