Ja sappalott, lebt er denn schon wieder?

Oh, lange hat er nicht mehr an diesem Blog geschrieben! Ja, warum denn das? Ist er gestorben? Oder schlimmer: Hat er aufgehört zu schreiben?

Ich habe da eine Vermutung. Er schreibt ja seinen aktuellen Roman gemeinsam mit Isolde Bermann, und damit kann er sich mit einem Menschen darüber austauschen, wie es ihn mit meinem Projekt geht – eine solche Rolle hatte lange sein Blog. Er ging einfach davon aus, der Blog verstünde ihn und alles, was er über das Schreiben dachte :-)

So sah es heute in seinem Schreibraum aus:

Schreibraum

Das ist übrigens ein Suchbild: Wo ist Schreibhase?

>hin und her< (experimentelles video)

Die Werke des in Wien arbeitenden Künstlers Thomas Wollinger basieren auf der zentralen Idee, seinen Schreibraum zu vermitteln. Schreiben ist für ihn Tätigkeit und Leben zugleich, und so sucht er den Raum nicht nur abzubilden oder für sich zu erfassen, sondern mit den Mitteln des Internets weltweit erfahrbar zu machen: “Mein Schreibraum kennt keine Grenze oder ist in irgendeiner Weise umschreibbar. Denn wo ich bin, ist Schreibraum, und im Schreibraum werde ich ewig sein.”

Seine Arbeit >hin und her< zeigt den Zug als Schreibraum, der für den pendelnden Künstler trotz oder gerade wegen seiner Bewegung zum Ruhepol wird.

(Aus der Reihe: Fiktive Kunstwerke und stereotype Kunstwerksbeschreibungen. Angeregt durch einen Besuch im Museum Essl und der Beschreibung der Objekte der Ausstellung >Spotlights< Video. Kunst)

Im Schreibraum des Ernest H.

Ernest H. schreibt immer im Zelt (oben). Dieses Schreibzelt nimmt er auf allen seinen Reisen mit, sogar nach London (unten), wo er es in seinem in seinem Hotelzimmer aufstellen lässt.

Untenstehendes Foto ist in London entstanden. Er hat sein Schreibzelt für dieses gestellte Autorenfoto verlassen. Dass es gestellt ist, ist an seiner Ratlosigkeit offensichtlich – er weiß mit Schreibmaschinen nichts anzufangen, er schreibt ja mit der Hand und das im Zelt.