Ich bringe mich in Stimmung.

Seit Wochen schon der Gedanke an ein Romanprojekt. Stärker drängt mich etwas, und dann, beim konkreten Tippen, die Zweifel.

– Was weißt du denn schon von der Handlung?

– Ich will nur das Nötigste wissen!

All dieses Wissen über die Ereignisabfolge im Roman … nichtig! Schreiben hat sich stets so anders entwickelt als ich dachte. Einen Roman planen? Ist wie das Wetter in einem Jahr erraten zu wollen.

Ich will nicht etwas schreiben. Ich will gegen etwas anschreiben. Antauchen, zerreißen, schütteln, zum Einsturz bringen.

Ich wende mich an Musik, die zur Stimmung passt. Romantitel: Autobiograhpie eines Raubtiers.

Das Innenleben des Autors (zweiteilige Verfilmung)

Heute ein Klassiker in zwei Teilen.

Zunächst die stumm Schreienden, die den Autor anrufen. Damit er ihnen Gehör verschafft. Damit er Worte findet, für das, was die Schreienden gesehen haben.

Und hier nun der Autor in seinem Schreibraum, diesen Auftrag umsetzend. Um ihn seine Geschöpfe und Schatten.

(Man beachte die beträchtliche Anzahl Frauen in seinem Umfeld)

Soundtrack zum Roman

Beim Schreiben höre ich Musik. Musik ist für mich eine Trägerin von Emotion. Wenn sie passt, kann ich mit ihr meine aktuelle Schreibhaltung verstärken … So entstand im Laufe der Zeit dieser Soundtrack für meinen Roman.

  1. Sabres of Paradise: Haunted Dancehall
  2. Cafe Orchestra: Music for a Found Harmonium
  3. Myopia
  4. Straits: Private investigations
  5. In the Name of the Father
  6. Winter
  7. Easily Embarrassed: Blurred Clouds under the Gloomy Moon
  8. Running up that hill
  9. Schwanensee Op. 20, 1. Akt Nr 2, Walzer
  10. MacDonald: This Is The Life
  11. Martyn: Sunshines Better [Talvin Singh]

Mit 1 bis 3 verbinde ich das Unheimliche, das seltsam Schöne, das nicht Fassbare, das auf den Protagonisten zukommt.

Bei 4 bis 8 klären sich die Fronten. Der Protagonist entdeckt schlimme Zusammenhänge, aber auch das Wunderschöne, das Klare. Er geht den Weg, der ihn tief in sein eigenes Selbst führt.

9 birgt immer noch eine Zwischenwelt – was in diesem Stück Schwanensee an unheimlichen immer noch mitschwingt, hat die Eröffnungsszene des Films Gorki Park aufgezeigt.

10 und 11 stehen für das Leben als solches, für die Liebe und die Leichtigkeit – um all das ringt der Protagonist, am meisten mit sich selbst. Er gewinnt, am Ende, und mit ihm gewinnen alle.