Der Unterschied schafft Literatur. Darum hier Video über die Philosophie des Unterschieds.

Wenn der Leser liest, was ihm vertraut ist – was bringt es ihm? Wenig, behaupte ich.

Es geht um etwas anderes. Um andere Inhalte. Um die andere Sichtweise.

Genauer: Es geht um den Unterschied in den Inhalten. Um den Unterschied in der Sichtweise. Zwischen Autor und Leser.

Für mich folgt aus alledem: Erst der Unterschied schafft Literatur.

Das führt mich – wie so oft in diesem Blog – zu Oscar Wilde, der den Unterschied in der Betrachtung eines Werks als etwas Wertvolles erkennt:

Meinungsverschiedenheit über ein Kunstwerk zeigt, dass das Werk neu, vielfältig und bedeutend ist. Wenn die Kritiker uneins sind, ist der Künstler einig mit sich selbst.