Verschellen – Verschollen

“Die Maschine verschellte in den Anden.”

So hört man Guido Knopp in der Einleitung zur ZDF-Dokumentation Schlimmer als der Tod, ausgestrahlt am 2.10.2011.

Es ist wohl Peter Heissenberger zu verdanken, dass “verschellen” nun auch offiziell Einzug in die deutsche Sprachlandschaft gehalten hat. Ich darf in diesem Zusammenhang auf seine einschlägige Veröffentlichung hinweisen: Über das Verschellen.

Peter Heissenberger im Stillfrieder Interview: Über Nähe zu sich selbst und das ausgebremste Hirn.

Peters Anspielung (“Man darf sich nichts scheißen”) spielt auf den Text Himmel, Arsch und Zwirn von Karl Hofbauer an.

Dieses Video ist Teil der Interviewserie, die im Rahmen des Stillfrieder GRAUKO-Treffens im Juli 2011 entstand.

Bin gerade beim Überarbeiten und Korrigieren

Bin gerade beim Korrekturlesen der ersten Romanhälfte und beim Einarbeiten von Korrekturen, die ich schon im Sommer von GRAUKO erhalten habe, anlässlich des Wochenendes in Stillfried.

Hier, als Beispiel, eine Manuskriptseite von der 7. Fassung, korrigiert von Peter Heissenberger –
Danke für die Mühe, Peter!

Über das Verschellen

Es gibt Worte, die fehlen mir. Etwa: Viola, die mystische Gründerin des alten Krankenhauses ist verschollen. Soweit so gut. Und ich mache mir natürlich Gedanken, wie das passiert ist. Wie was passiert ist? Na, ihr Ver-… äh, wie war doch gleich die Nennform zu “verschollen”?

Zum Glück hat Peter Heissenberger, Mathematiker, sich des Themas angenommen. In rätselhaft + wunderbar – Eine literarische Reise in die Welt der Zahlen postuliert er den Satz vom Verschellen: “Es kann nichts verschollen sein, ohne vorher zu verschellen.”

Heissenberger führt das 5-Phasen-Modell des Verschellens ein:

1. Phase: Gesicherte Existenz
2. Phase: Verschwinden
3. Phase: Verschwunden sein
4. Phase: Aktives Verschellen
5. Phase: Verschollen sein.

… um zu dem Schluss zu kommen, dass das Wort “verschellen” verschollen ist (Phase 5), somit also sehr wohl existiert (siehe Phase 1).

Danke, Peter.