Solange ich es tue, geht es mir gut

Es geht bei mir niemals darum, geschrieben zu haben. Sondern zu schreiben. Solange ich das tue, geht es mir gut. Solange ich es vorbereite, geht es mir gut.

Wenn ich hingegen zu viel über mein Schreiben spreche, setzt ein schales Gefühl ein. Als würde ich mein Schreiben bekleckern, eben weil ich darüber rede, es aber nicht tue.

Nur mein Tun kann dem Schreiben gerecht werden.

Mein literarisches Manifest (weiterer Entwurf)

Ich spüre Zusammenhänge auf.
Ich fördere hinter dem Offensichtlichen das Versteckte zu Tage.
In Namen des Lesers stelle ich Fragen.
Ich formuliere Gegenmeinungen, um der gefährlichen Vereinfachung entgegenzutreten.

Ich biete Sichtweisen auf die Welt, die so gestaltet sind, dass sie den Aufwand des Buchlesen rechtfertigen.

Gewusstes fühlbar machen

Ich wurde bleich. Natürlich habe ich das auch schon vorher gewusst. So naiv war ich nicht. Doch es ist eine Sache, etwas zu wissen, und eine andere, es mit seiner ganzen Seele mit seiner Bedeutung für Leben und Tod zu empfinden.

Andrei Dmitrijewitsch Sacharow

Hier setzt meine Verantwortung als Literat ein. Das, was man weiß, will ich fühlbar machen. Denn Gewusstes kann leichter vergessen werden als Gefühltes.