Schreibwerkstatt Texthobel: Eine Teilnehmerin beim Strukturieren ihres Romanprojekts. Sie arbeitet daran, bereits geschriebene Kapitel in ihr Projekt einzuordnen, eine Chronologie zu entwickeln. Für jedes dieser Kapitel gibt’s einen gelben Zettel, und wer genau hinsieht, erkennt das Datum, an dem sie den jeweiligen Text geschrieben hat. Die Zwischenräume füllt sie mit Ideen für weitere Kapitel.
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JuSophie meint: ...sehr anschaulich BILDhaft! dass zum SCHREIBEN eben mehr gehört als nur das Aneinanderfügen von vielen Buchstaben zu wörtern und Sätzen und Kapitel;-)
Eva Jancak meint: für längere Romane sicher sehr hilfreich, vor allem wenn man nicht chronologisch schreibt, Doderer hat glaube ich auch so ähnlich gearbeitet
Dr. Vogel gehört zur Avantgarde des Low-Budget-Filmer. Hier ist sein, an Andy Warhols Filmästhetik erinnerndes Werk: “Über das Herauskotzen von Texten”.
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Bella meint: hat schon was geniales an sich.......
JuSophie meint: er speist sich auch der Quelle in die er kotzt, richtig sprachschöpferisch diese Metapher - wie im wirklichen, schriftstellerischen (L)eben:-))
Thomas Wollinger meint: Wow! So habe ich das noch gar nicht gesehen. Danke. Unglaublich vielschichtig, das filmische Werk von Dr. Vogel.
JuSophie meint: leider Tippfehler oben : aus der Quelle!natürlich. und ja!!! die kleinen dR.Vogel-Filme und manch anderer auch ist vielschichtig, wie Bilder eben komplexer erzählen können als die lineare Sprach/Schriftkommunikation(information)
wow freut mich.
Eva Jancak meint: Das ist zwar ein etwas theoretischer Einstieg in das Thema Dialektliteratur, die ich nicht schreibe, mich aber in den letzten Tagen etwas damit beschäftigt habe, gab es da ja ein Seminar der El Awadalla auf der Krilit und dann habe ich einige sehr gute Dialektgedichte gehört. Für Dialoge in meinen realistischen Romanen, habe ich beim Dialektseminar gesagt, könnte ich die Umgangssprache brauchen und ob das dann eine künstlerische Brechung ist, weiß ich nicht, sie macht die Dialoge aber wahrscheinlich realistischer und ist sicherlich eine weitere Abbildung der Wirklichkeit. Sehr ausprobiert habe ich es noch nicht, kenne aber einige Romane, wo das sehr gut gelungen ist, vor allem beim Bachmannpreis kann man da oft Beispiele hören
Eva Jancak meint: Dem ist nichts hinzuzufügen, außer die Information wer die Männer die solches äußern sind?
Messe- oder anders anerkannte Autoren nehmen sich die Selbstverständlichkeit zu schreiben ja sehr selbstverständlich und sehr selbstbewußt heraus, für die die es mit der Anerkennung und den Veröffentlichungen nicht so leicht haben, ist das, wie ich auch auf meinen Blog immer wieder merke, leider nicht immer so selbstverständlich, daß man das so einfach, kann, darf, soll und das man es auch bei nicht bei Suhrkamp oder Fischer publizierenden vielleicht auch nicht unbedingt belächeln oder hinuntermachen muß, zeigt lobensdwerter dieser Blog.
Und jetzt auf zur Buch-Wien, die ich für sehr interessant halte auch wenn sie natürlich sehr viel kleiner als die Buchmessen in Leipzig und Frankfurt ist.
Agi B meint: "Ich schreibe, weil ich nicht malen kann..." - DITTO!
JuSophie meint: ICH SCHREIBE WEIL ich abSCHREIBEN, anSCHREIBEN, aufSCHREIBEN, beSCHREIBEN, hinSCHREIBEN, herSCHREIBEN, umSCHREIBEN, unterSCHREIBEN, verSCHREIBEN, vorSCHREIBEN, zerSCHREIBEN, zuSCHREIBEN KANN :-)
JuSophie meint: auch noch (e-mailSCHREIBEN,) erSCHREIBEN, fortSCHREIBEN,reinSCHREIBEN, überSCHREIBEN,vollSCHREIBEN KANN...
JuSophie meint: Schreiben ist wie Ganglienauswringen.
Schreiben ist wie Kuchenbacken.
Schreiben ist wie Ton bearbeiten.
Eva Jancak meint: Wie Pinkeln ist es nicht, aber doch Kraft abgeben, Energie versprühen, Neues schaffen und der Urin soll ja, wie ich immer höre, sehr gesund sein und therapeutisch verwendbar
Fred meint: driving at night in the fog, trifft es am besten.
Was macht dieses Kollektiv aus? Es sind diese Treffen, die seit 12 Jahren monatlich stattfinden. Da wird gelesen, gelacht, kritisiert, unterstützt, bestaunt, angespornt, gekürzt, mitgefreut. GRAUKO ist meine literarische Basis, mehr noch: es ist ein Kreis enger Freunde.
Letztens waren sie in Wien. Zu zehnt waren wir, und so viele hatte ich noch bei keinem Treffen erlebt. Das Treffen fand in meinem Schreibraum statt, und ich ließ die Kamera mitlaufen.
Das Video zeigt das Treffen ungekürzt – mit hundertfacher Geschwindigkeit. Ein Stimmungsbild in vier Minuten. Mit Sonnenuntergang.
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Eva Jancak meint: Ja solche Treffen sind sehr wichtig und prägen das Autorenleben, ich habe meine literarische Sozilisation in den späten Siebziger und Achtzigerjahren auch vom Arbeitskreis schreibender Frauen, der sich in der damaligen KP Frauengruppe gegründet hat, Workshops und Schreibseminare hat es damals in Wien noch nicht gegeben, bekommen und mich noch jahrelang mit einigen Frauen weitergetroffen, die ich auch heute noch in der GAV und bei den "Frauen lesen Frauen" Veranstaltungen sehe, die Gruppe 47 vor Jahren war wohl auch nichts anderers oder doch, denn da war die Macht, das Geld, der Einfluß und die Presse, während die sogenannten Subkulturveranstaltungen unbeachtet vor sich hin hungern und den sogenannten freelancern die ihre Schreibseminare und Schreibstudios gründen und versuchen, die am Schreiben interessierte Mittelschicht anzuziehen, geht es vieleicht auch nicht viel besser. Aber schreiben ist offensichtlich immer noch sehr vielen Menschen wichtig und wollen es lernen, was man ja auch sicher muß, Interesse, Aufmerksamkeit und Beachtung braucht es dann aber auch und da sind die Blogs und das Internet, die darauf aufmerksam machen, ein wahrer Segen und es war wieder interessant zu sehen, wie die Köpfe rauchten und die Hände sich verrenkten, schade, denke ich, daß nicht zu hören und zu sehen war, worüber da gesprochen und geschrieben wurde. Wie war die Lesung am Sonntag? Leider habe ich es nach meinem Fest nicht geschafft dorthin zu kommen und am Sonntag gehe ich allein auch nicht gern zu Lesungen, obwohl ich es mir vorgemerkt habe
Fred meint: Da ist alles dabei. Nur die Soletti fehlen. ;-))
Dieser Autorenblog ist mein Tagebuch als Schriftsteller. Hier gebe ich intimen Einblick in meinen Schreibprozess, hier spiegle ich meine Literatenseele — damit mir mein eigenes Schreiben klarer wird.