Seeungeheuer! Lesung! Sonntag, 28. August

lewa16

In einer Woche, genauer gesagt am Sonntag, dem 28. August startet Grauko wieder einmal zu alljährlichen Lesewanderung. Um14.00 starten wir vom

Parkplatz des Seerestaurants und umrunden den Thalersee (Thal bei Graz)

Aus diesem Grund auch das Motto, um das sich die Texte drehen, die unsere heurige Wanderung umrahmen werden: Seeungeheuer!

Keine Angst, fürchten müssen sich nicht einmal Nichtschwimmer, aber freuen dürfen sich alle, auf eine Lesewanderung die sicher ungeheuer unterhaltsam wird.

Jedes weitere Kapitel ist ein Versuch, das Ende zu finden

Von André Adolphe-Eugène Disdéri, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=304188

Jeder Roman hat doch ein verdammtes Ende. Anfänge hingegen sind leicht dahingeschrieben, aber dann.

Jedes Kapitel – es dient doch nur, um eine Richtung zu erloten, die zum Ende führt – und es verzettelt sich doch dann irgendwohin, wo es frisch riecht und wo eine anders gefärbte Hoffnung aufkeimt auf das unglaubliche Ende, das enorm sinnvoll ist.

Jedes Kapitel ist zum Anfang eines neuerlichen Versuchs, zum Ende zu finden.

Wie einfach wäre da ein Fluss! Einer, der unentwegt nur in eine Richtung treibt, und ich, ich müsste nur lachsartig flussaufwärts. Meine Gedanken springen und ich denke den genialsten Fluss der Literatur, “Herz der Finsternis” aus 1899, ist gleich “Apokalypse Now” aus 1979. Das ist eine Reise durch eine verrückte Welt, am Ende steht derjenige, weswegen es diese Reise überhaupt gegeben hat, mitsamt dessen Wunsch, getötet zu werden.

Eigentlich. Es bräuchte nur einen weiteren Kurtz und einen weiteren Marlow/Willard. Aber. Nein, Thomas, streng dich an! Denke, aber nicht zu kompliziert, denke! Komm schon!