Zu denken ist Luxus.

Ich will eine zeitlang für mich sein, ich will sehen, wie man sich dabei fühlt. Ich kenne mich kaum, so wie ich lebe.

Ich bin verschüttet. Ich weiß alles über andere – und nichts von mir selbst. Ich weiß nur, dass ich fühle. Ich fühle zu viel. Ich bin völlig ausgetrocknet. Ich wollte, ich hätte Tage, Wochen, Monate, nur um zu denken.

Ich denke von einem Augenblick zum anderen. Zu denken ist Luxus.

(Henry Miller, Sexus. Rowohlt Taschenbuch Verlag 2009, Seite 258)

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