Humor ist eine seltsame Sache

Man kann ja schließlich nicht jede Frau vögeln, der man in die Arme läuft, hab ich nicht Recht?
(Henry Miller: Sexus)

Als ich das las, lachte ich auf. Was daran witzig sein soll? Vielleicht, dass diese Feststellung eine bestechend einfache Logik hat. Kein Menschen im meiner Umgebung fand das ebenso witzig wie ich.

Humor in der Literatur ist für mich seltsam.

Vielleicht geht es darum, Dinge zusammenzufügen, die so nicht zusammenpassen. Das ist zwar nicht automatisch witzig, aber schon mal ein Anfang. Irgendwie wird das vom folgendem Video eingefangen: Der Raum, der Lärm, die Männer. Wie passt das zusammen? Warum lachen sie? In so einer Umgebung, mit so einer Bekleidung zu lachen, das ist an sich schon witzig. Und erst später habe ich überhaupt entdeckt, warum sie lachen.

So geht es mir bei Humor in der Literatur. Nicht leicht zu fassen, ein bisschen hinter einer verschlossenen Tür.

Ein Gedanke zu „Humor ist eine seltsame Sache“

  1. Witze sind meistens eine Machtfrage denke ich, der Stärkere lacht über den Schwächeren und der versucht zu kompensieren, in dem er sich in den Witz flüchtet, so erkläre ich mir die vielen blöden Witze in denen sich Männer, siehe oben über Frauen oder ihren Sex lustig machen, wie wär das eigentlich, wenn ich das umgekehrt formuliere, ist es dann lustig oder der gute nicht vielleicht doch beleidigt und ärgerlich wenn Frauen, dann noch über so einen Witz lachen. Was an dem Video lustig ist, habe ich wie überhaupt den ganzen Film, nicht verstanden, aber ich finde viel nicht lustig und ärgere mich oft in einem Kabarett, wenn jemand auch eine Frau sich ausdenkt, wie sie ihren Mann umbringt und alle lachen oder im Literaturhaus hat einmal einer gelesen, daß er sich Menschen in Käfigen für eine Bioreproduktion hält, auf meine Frage, was daran denn lustig sein, habe ich betroffene Meldungen, daß sie eh nicht gelacht hätten und halt nur so betroffen wären, etc, bekommen, also ich tue mir mit Witzen eindeutig schwer…

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