Wenn ich nicht schreibe, sterbe ich

… das klingt übertrieben, und in einem Roman würde ich mir überlegen, so einen Satz unterzubringen.

Er widerspiegelt ein schubweises, minutenlanges Gefühl. Und dabei toben in meinem Kopf Überlegungen, die so seltsam und wirr sind, dass sich mein Verstand an den Kopf greift und fragt: Über so etwas denkst du nach?

Das ist, weil ich nicht schreibe.

Wie beim Piloten, der aus Sauerstoffmangel eine Situation nicht mehr realistisch einschätzen kann und darum auch nicht daran denkt, dass er bloß zur Sauerstoffmaske greifen muss, um wieder klar zu werden. Deshalb in den Flugzeugen die Anweisung, zuerst sich selbst die Maske anlegen, dann erst den anderen. Hätte ich eine Checkliste wie die Piloten, dann würde ganz oben stehen:

Schreib, Thomas. Schreib.

Schreib was dazu ...