Was ich mir für die nächste Romanszene vornehme.

Ein sonniger Frühlingstag. Drei Menschen fahren hinaus zum Picknick: Der blinde Ingenieur (70), Angelika (12) und Timon (30).

Im Zentrum der Szene steht das Bild, das Angelika malt. Eine Landschaft mit Himmel, Weingärten, Rapsfeldern und Feldweg. In kräftigen Farben. Ich beschreibe nicht die Landschaft, sondern die Landschaft eröffnet sich dem Leser durch das Bild.

Angelika will das Leben festhalten, das tut sie, indem sie malt. „Das ist mein Sommer“, sagt Angelika, „Ich will jeden Tag ein Bild malen.“
An manchen Tagen ist sie zu schwach, aber heute ist einer der besonderen Tage, wo alles gelingt. So machen sie ein Picknick, und Timon beschreibt dem Ingenieur, was Angelika sieht.

Mein Vorsatz: Ich vermeide in dieser Szene und überhaupt im ganzen Roman beklagende/mitleidige Äußerungen; dass Angelika im Herbst tot sein könnte, weiß der Leser mittlerweile schon. Stattdessen zeige ich das Leben, das Schöne. Denn es geht immer um das Leben, das habe ich gelernt.

Schreib was dazu ...