Samuel Beckett on Film – meine persönliche Hitlist

Samuel Beckett, 1977

Beckett geht es um den Verfall, und im Zuge dessen scheißt er auf schlüssige Handlung.

In anderer Literatur außerhalb von Beckett geht es bloß um Liebe, um Hoffnung, um Leute, die etwas erreichen wollen – sogar William Burroughs, der sonst nicht viel will und auch kein Handlungsfetischist ist, der will etwas, nämlich den nächsten Schuss, und das will er genauso wie Henry Miller, der auch keine Handlung braucht für den nächsten Fick.

Hier also meine Liste der Beckett-Verfilmungen, eine vorläufige, weil ich noch nicht alles gesehen habe. Die Reihenfolge enspricht absteigend der Wertung, wie ich sie heute empfinde.

Catastrophe

Das ist Beckett To Go. Das ist kurz, absurd und überschaubar. Hier tritt eine schöne Frau auf (weche Ausnahme), hier geht es um das Drapieren einer Katastrophe, um das Drapieren eines alten Mannes auf der Bühne.

Krapp’s Last Tape

Toll wie der alte Mann auf der Bühne anfänglich nicht spricht, bloß das Tonband, das aus der Zeit stammt, als er 39 war. Dieses wütende Weiterspulen als der 39jährige euphorisch über eine Erkenntnis berichtet, die ihn von dem depressiven Denken erlöste (und dann doch wieder nicht).

That Time

Da spricht einer im dringlichen Monolog, während die Kamera sein unbewegtes Gesicht zeigt. Der Mann redet mit großer Intensität, und dieser Fluss von irgendwie sinnlosen Worten motiviert mich, letztens also habe ich gut und viel geschrieben während von der Seite der Monolog rauschte.

Endgame

Beeindrucken, dieses Abähgigkeitsverhältnis! So sinnstiftend für mein Schreiben, ich mach mir gleich eine sklavische Abhängigkeit meines Protagonisten zu einem Mann. Coole Idee, die Eltern des alten Mannes in Mülltonnen.

Come and Go

Sehr sauber konstruiert und kurz.

Rockaby

Die Frau im Schaukelstuhl hab ich noch nicht ausgehalten.

Schreib was dazu ...