3 thoughts on “Auf der Suche nach dem Stendhal-Syndrom, Teil 2. Der alte Mann auf der alten Brücke.”

  1. Spannend, spannend, was sich dahinter alles verbergen kann, wenn der alte Herr, das wüßte, was für Fantasien, da ein Blogger im weitentfernten Wienauslösen konnte, übrigens ich tippe viel weniger prosaisch auf einen pensionierten Mathematiklehrer

  2. Und der amerikanische Meister dazu ist der Ray Bradbury in “Zen und die Kunst des Schreibens”, das ich unlängst im offenen Bücherschrank gefunden und gelesen habe, beschreibt, der Meister der Fantsygeschichten sehr genau, wie er dazu gekommen ist, er geht über eine Treppe hoch, fürchtet sich dabei und ein paar Jahre später gabs das Resultat in einer spannenden Geschichte nach zu lesen, er nennt das Unbewußte, das ihn dazu trieb, auch auf eine bestimmte Weise und hat auch Methoden entwickelt, wie man es fördern und anregen kann. Das Buch ist sehr zu empfehlen, aber sehr amerikanisch, der Herr Stendhal im vorigen Jahrhundert hat es in Italien wahrscheinlich anders- ähnlich erlebt

  3. Jetzt geht es schon näher ran an die Sache, ein Straßentrubel bringt mich, glaube ich, nicht in das Stendhal-Sydrom, da muß man auch mehr auf die Brieftasche aufpassen bzw. mit denen diskutieren, die auf der Brücke etwas von einem wollen, aber die sehr interessante gestrige Diskussion hat mich erinnern lassen, wo ich vielleicht schon einmal ein österreichisches Syndrom erlebt habe und das war ein sehr beklemmendes Gefühl und zwar auf der Publikumsgalerie im Parlament vor einigen Jahren, da wurde über Kunst diskutiert, die IG-Autoren haben aufgerufen, hinzukommen, die FPÖ hielt ihre Pamphlete gegen Pornos etc, die angeblich gefördert werden, die Eingangskontrolle war mir schon sehr unangenehm und die viele Security, die erklärte, was man alles nicht durfte, genauso unangenehm war das, glaube ich, einer wahrscheinlich labilen jungen Frau und die ist daraufhin in eine Art Ekstase verfallen, so daß die Security wieder äußerst unangenehm einschreiten mußte, da habe ich mir gedacht, daß die äußeren Umstände, eine Art Psychose auslösen können, wahrscheinlich wenn man gerade sensibel genug ist, hineinzugeraten und das läßt sich wahrscheinlich Stendhal-Syndrom nennen, bzw. ist das auf den besonderen Reiz der italienischen Kathedralen bezogen, der Weihrauchgeruch kann einen vielleicht auch hineinbringen und da wird es dann auch literarischer. Ich erzähle meinen Angstklienten ja immer die Geschichte von dem Kind, das einen Krimi sieht, der wühlt es auf, es geht schlafen und in der Nacht bekommt es Besuch von Gespenstern, Räubern, etc, am Morgen wacht es auf und der Einbrecher war und ist, das Hemd das am Kasten oder Fenster hängt, so sind die Horror- und Gespenstergeschichten ja entstanden und manche haben sich zum Geschichten erzählen ja in Runden getroffen, so ist auch der Frankenstein oder war das eine andere Gespenstergeschichte entstanden, das schottische Moor soll einem ja auch ins Gruseln bringen können und dann gibt es auch noch die Substanzen, die diese Zustände verstärken und manche Schriftsteller sollen sie ja auch gebrauchen, um kreativer zu werden, für den Alkohol gilt dasselbe. Interessant, wohin man ausgehend von dem Mann der in Italien mit einer Zeitung über eine Brücke geht, kommen kann und ich bedauere bei meinen Recherchetagen auch sehr oft, daß das, was ich da zu sehen bekomme, meistens nur ein Straßenverkäufer ist und ich zu den Ekstasen, in die einen eine mit Weihrauch geschwängerte Kirche bringen kann, oft nicht komme, aber man kann es sich ja ausdenken, denke ich jetzt, vielen Dank für diese sehr anregende Diskussion, die Anhand der scheinbar so banalen Videos entstehen kann. Ich freue mich schon auf die nächste und die nächsten Videos, die vielleicht wieder ein Stück tiefer in die Sache dringen

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