Herztransplantation oder: Wie Recherche mein Leben reicher macht

Im Zentrum meines Romans steht ein Hospital.

1) Im November 2008 erfand ich Angelika, eine sterbenskranke 13jährige, die ihre Herztransplantation verweigerte (inspiriert durch das Schicksal eines britischen Mädchens). Mit ihrer Hilfe werde ich das Wesen des Hospitals vermitteln.

2) Februar/März 2009 las ich etliche Fachbücher zum Thema sterbende Kinder, insbesondere Erfahrungsberichte von Müttern (Bei der Lektüre dieser Bücher habe ich öfters geweint).

3) Im März 2009 besuchte ich an einem Symposium über die Pflege sterbender Kinder (Palliativpflege). Das Symposium war von mehr als hundert Krankenschwestern besucht. Es ging vor allem um Sterbebegleitung für Kinder und um Betreuung für die trauernde Eltern.

Die Berichte waren erschütternd. Vor allem jener, in dem die Eltern ein letztes Mal ihr totes Baby waschen und anziehen, um sich zu verabschieden (Beim Haarewaschen schlug das Baby mit dem Kopf leicht gegen die Wasserschüssel, und die Mutter entschuldigte sich bei ihm). Die Vortragenden hatten allesamt eine belegte Stimme, wenn sie von den Kindern redeten, die sie begleiten durften.

4) Beim Symposium lernte ich M. kennen, die viel mit sterbenden Kindern gearbeitet hatte. Sie führte mich zu C., einer Spezialistin im Bereich Herztransplantation. C. sendete mir ihre Diplomarbeit über einen Buben, dem ein künstliches Herz eingesetzt wurde, damit er die Zeit zur Transplantation überlebt.

5) Durch M. lernte ich S. kennen, eine 19jährige, der im Alter von zehn ein Herz implantiert worden war.

Die Romanarbeit bringt mich zu außergewöhnlichen Themen und Menschen und macht mein Leben sehr reich.

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