rede

          Du bist so ein
Arschloch,
          so ein großes – nein, ein kleines
Arschloch,
          du bist so ein winziges, beschissenes
Arschloch,
          du bist so winzig, dass du nicht einmal ein
Arschloch
          hast, weil bei jedem Stückchen Scheiße würde dein
Arschloch
          aufreißen. Aber das allergrößte
Arschloch
          bin ich, weil ich überhaupt noch mit dir
rede.

 


Entstanden im Rahmen der Langschlager Lyrik-Schreibwerkstatt mit Evelyn Schlag. 29.8.2011. Die Aufgabe lautete, ein Gedicht mit einer Anapher (Wiederholung) zu schreiben oder ein Gedicht über etwas Winziges.

3 thoughts on “rede”

  1. Der obige Komm war für dich Thomas, mit Augenzwinkern in Richtung Evelyn Schlag. Der hier jetzt für den Gustav Ernst, mit besten Grüßen als Erinnerung an mein Essay “Mit der Sprache in die Sprache” für die Kolik-Zeitschrift; erfüllt aber auch die winzig-und Anapher Bedingungen dieses Minidrama-Gedicht:-))
    Sie beugte sich über/ Die schwarze Tischplatte.Staubkorn/ Um Staubkorn blies sie über das blanke Holz. Staubkorn/ Und Staubkorn und Staubkorngeschwister stäubten atemschnell/ Davon.Staubkorn an Staubkorn /Setzte sich am Teppich darunter ab. Aber/ Er hielt fest. Ein Klammerer/ Staubkorn für Staubkorn. Blieb /Er über?

  2. Aua.SCHLAG auf SCHLAG/ erlernte er in /LangSCHLAG “Sprache von einem anderen/ Holz”.SCHLAGartig verbesserte das seinen /Schreibstil, der nun /SCHLAGend war.Aua./PS: MIt “Architeketur einer Liebe”hat das waidläufig zu tun???

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